Kido-Cup 2012

Abschluss - 50 Jahre
Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V.

400 Gäste beim Kinderdorf-Cup in Uslar

 


 Uslar/ganz Deutschland - Die Sollingschule in Uslar ist ja durch den normalen Schulbetrieb viel Trubel gewöhnt. Zu Pfingsten verwandelte sich das gesamte Schulgelände - mitsamt des Solling-Stadions - in ein Kicker-Paradies für 400 Kinderdorfkinder, Betreuer und Eltern aus 18 Kinderdörfern aus ganz Deutschland. Der 15. Kinderdorfcup fand anlässlich des 50. Geburtstages des Kinderdorfes in Uslar statt.
Packende Fußballszenen und Spaß auf 10
Hüpfburgen. Beides gab es beim Kinderdorf-
Cup in Uslar.

 

 

Beispielsweise aus dem Allgäu, dem Schwarzwald, dem Rheinland oder aus Sachsen reisten vollbesetzte Busse und Pkws mit fußballbegeisterten Jungen und Mädchen nach Uslar. Und Uslar begrüßte seine Gäste mit strahlendem Sonnenschein. Ebenso traditionell wie der Kinderdorfcup ist mittlerweile auch die hohe Erwartungshaltung der Teilnehmer. In 15 Jahren wurden die Spiele immer professioneller. Im Sollingstadion fanden die Fußballturniere in zwei Altergruppen statt. Bei den unter 14-jährigen siegte das SOS-Kinderdorf Lippe vor dem Caritas Kinderdorf Irschenberg. Dritter wurde das Westfälische Kinderdorf Lipperland Barntrup. Das Turnier der „unter 18jährigen" wurde in einem spannenden Elfmeterschießen entschieden. Im dramatischen Endspiel setzte sich der Jugendhilfeverbund St. Elisabeth Fulda gegen das Westfälische Kinderdorf Lipperland in Barntrup durch. Den dritten Platz erreichte das Albert-Schweitzer-Kinderdorf Wetzlar. Kinderdorfleiter Harald Kremser: „Das war richtig bemerkenswert, mit wie viel Ehrgeiz, die Kids bei der Sache sind".
Beeindruckt waren die Gäste von dem ereignisreichen Rahmenprogramm und dem herrlich bunten Bild, dass die Kreativabteilung des Familienwerkes geschaffen hatte: Zehn Hüpfburgen, zehn weitere Spielaktionen von Ilona Böttcher und 20 Zelte auf der 400-Meter Laufbahn gaben den Spielen einen fröhlichen Rahmen und dem Stadion eine besondere, fast olympische Atmosphäre. Zwischendurch hatte sich mit Karsten Linke, dem „Fußballgott aus Hannover", prominenter Besuch angesagt. Der frühere 96-Fußballprofi schrieb Autogramme, kickte mit den Kindern und hat auch einige Spiele gepfiffen.

 

Am zweiten Tag wurde Streetball (Basketball auf einen Korb) gespielt. Hier gewann bei den Jüngeren das SOS-Kinderdorf Lippe vor dem Caritas Kinderdorf Irschenberg. Den dritten Platz belegte das Westfälische Kinderdorf Lipperland Barntrup. Bei den Älteren siegte das Westfälische Kinderdorf Lipperland Barntrup vor dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf Hanau und Caritas Kinderdorf Irschenberg. „Die Gastgeber aus dem Uslarer Kinderdorf hielten sich auf dem Siegertreppchen sportlich zurück", schmunzelt Organisator Jörg Grabowsky.

 

Bis in die späten Abendstunden ging es heiß her. In der Aula sorgten drei DJs für heiße Rhythmen auf der Tanzfläche. Und draußen gab es unter Flutlicht packende Wettkämpfe in der Soccer-Arena und beim Menschenkicker, das der SC Schoningen aufgebaut hatte. Die vielfältigen Aktivitäten sorgten auch für einigermaßen ruhige Nächte: Müde und erschöpft sanken die Kids abends in Ihre Feldbetten des DRK in der Schule und im Jugendcamp.
Am Pfingstmontag gab es einen tränenreichen Abschied, denn viele neue Freundschaften wurden geschlossen. Weniger Tränen aber einige Schweißperlen hatten die Verantwortlichen auf der Stirn. Schließlich war die Logistik schon eine riesige Herausforderung, resümiert Grabowsky. Fast 2.000 Brötchen oder 800 Stückchen Pizza und mehrere tausend kleine Wasserflaschen wurden von fleißigen Menschen immer wieder herangeschafft. Grabowsky: „Es ist klasse, wie man sich hier in Uslar auf die Menschen verlassen kann. Unkompliziert, schnell und voller Sympathie halfen unter anderem: Die Bäckerei Beckmann, die Berufsbildenden Schulen, das DRK, die Eisdiele, die Feuerwehr, der Fruchthof Northeim, das Jugendcamp, der Landkreis Northeim, der SC Schoningen, das Seniorenzentrum, die Stadt und die Stadtwerke Uslar."


Allen Mitwirkenden dankt der Verein im Namen der 400 Teilnehmer. Ganz besonders bedankt sich das Albert-Schweitzer-Familienwerk bei den 25 Scouts (für jeden Gastvereinverein einen ortskundigen Ansprechpartner), den engagierten Mitarbeitern die drei Tage geackert haben und natürlich bei der Sollingschule für die unkomplizierte Unterstützung.